Offensive Mittelstand
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Die Offensive Mittelstand und das Netzwerk Engagierte Stadt

Das Netzwerk der Engagierten Städte und die Partner der Offensive Mittelstand haben gleichermaßen Interesse an attraktiven Standorten und lebenswerten Räumen. Die Überzeugung der Engagierten Städte und der Partner der Offensive Mittelstand: Herausforderungen in den Regionen können nur gemeinsam gelöst werden, wenn alle vorhandenen Potenziale gebündelt und systematisch genutzt werden. Eine engagierte Stadt schafft ein regionales Netzwerk in dem Menschen zusammenkommen können. Menschen aus Unternehmen, Organisationen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kommunalverwaltung und Politik, stoßen Projekt an und arbeiten gemeinsam an einer lebenswerten Stadt und Region und unterstützen sich gegenseitig. Um diese Zusammenarbeit mit Leben zu füllen, wurde gemeinsam ein Konzept entwickelt. Das Konzept “Erfolgreiche Transformation und stabile Demokratien benötigen trisektorale Zusammenarbeit” steht online zur Verfügung.

Hier finden Sie eine Landkarte der Engagierten Städte in Deutschland. 

Lernen Sie hier gute Beispiele aus der Praxis kennen und werden Sie selbst aktiv.


Ehrenamtskarte als Dropdown
Wertschätzung zeigen: Die Ehrenamtskarte +
Ehrenamtskarte
© Stadt Offenbach

Die Ehrenamtskarte ist ein Dankeschön der Stadt Offenbach an Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagieren. Als gemeinsame Initiative des Landes Hessen und der hessischen Kommunen ist sie ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für ihren unentgeltlichen und zeitintensiven Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft. Sie ist ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für ihren unentgeltlichen und zeitintensiven Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft. Mit der Karte erhalten Engagierte Vergünstigungen und Vorteile bei zahlreichen Partnern in Offenbach und hessenweit.

Die wichtige Rolle der Vergünstigungsgeber / Unternehmen: Sie tragen direkt zur Attraktivität der Karte bei, indem sie Inhaberinnen und Inhabern exklusive Rabatte, kostenlose Eintritte oder besondere Konditionen auf ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten.

Eine Win-Win-Situation für alle: Die Ehrenamtlichen haben konkrete finanzielle Vorteile und eine spürbare Anerkennung ihres Engagements. Unternehmen können ihr Image steigern, ihre soziale Verantwortung demonstrieren und sich mit den Ehrenamtlichen und ihrem Umfeld einen neuen Kundenkreis erschließen.

Gemeinsam anpacken: "Mitmach Mai" +
Mitmach-Mai
© Freiwilligenzentrum Offenbach

Über den gesamten Monat Mai hinweg finden verschiedene Aktionen, Projekte und Veranstaltungen statt, die Interessierten die Möglichkeit geben, sich aktiv in ihrer Stadt einzubringen. Aktionen reichten von Hochbeetbau, Clean-Ups, Herzkissen nähen, Mützchen stricken, bis hin zu Greening-Projekten und Eis-Ausflügen mit Seniorinnen und Senioren.

Die Rolle der Unternehmen: Unternehmen konnten sich aktiv einzubringen, um ihre gesellschaftliche Verantwortung zu zeigen. Dies reicht von der Bereitstellung von Sachmitteln und Räumlichkeiten bis hin zur finanziellen Unterstützung einzelner Projekte oder der gesamten Kampagne. Besonders wertvoll ist das sogenannte Corporate Volunteering, bei dem Unternehmen ihre Mitarbeiter zur Teilnahme an Aktionen ermutigen oder sogar für gemeinsame Teameinsätze freistellen.

Bürgerschaftliche Engagement in Offenbach wurde sichtbar gemacht und neue Mitstreiter gewonnen. Es hat die Vernetzung zwischen Bürgerinnen, Bürgern, Vereinen, Organisationen und Unternehmen gestärkt und fördert eine Kultur des gemeinsamen Handelns in der Stadt.

Gemeinsan anpacken: "Die Nachtschicht" +
© Stadt Offenbach

Die "Nachtschicht" ist ein Format, bei dem sich Unternehmen und gemeinnützige Organisationen für acht Stunden zusammentun, um konkrete Projekte umzusetzen. Hier engagieren sich Unternehmen direkt, indem sie ihr Know-how, ihre Arbeitskraft oder auch Sachmittel zur Verfügung stellen. Dies ist ein hervorragendes Beispiel für Corporate Volunteering. Kreativunternehmen haben gemeinnützigen Organisationen bei überschaubaren Herausforderungen im Bereich Kommunikation, IT, PR und Marketing geholfen.

Die "Nachtschicht" ermöglicht die schnelle und effiziente Umsetzung von Projekten und stärkt gleichzeitig die Vernetzung der Akteure in Offenbach.

Dialog und Vernetzung: "Die Offenbacher Unternehmensfrühstücke" +
© Freiwilligenzentrum Offenbach

Die Unternehmensfrühstücke dienen als etablierte Plattform für den regelmäßigen Austausch (quartalsweise) und die Vernetzung zwischen der Engagierten Stadt und den Offenbacher Unternehmen. Unternehmen sind hier nicht nur Teilnehmer, sondern oft auch Impuls-und Gastgeber. Sie nutzen die Gelegenheit, um über ihre eigenen Aktivitäten im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements zu berichten, neue Kooperationsmöglichkeiten zu identifizieren und sich zu vernetzen.

Die Frühstücke fördern den offenen Dialog, bauen Vertrauen auf und ermöglichen es, Bedarfe der Zivilgesellschaft mit den Möglichkeiten der Unternehmen zusammenzubringen. Viele konkrete Kooperationen und Projekte sind aus diesen Treffen entstanden. Durch den Austausch entstehen langfristige Beziehungen, neue Kooperationen und ein gemeinsames Verständnis über Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement.

Engagement zeigen: Die Schaufenster +
© Stadt Offenbach

Die "Schaufenster der Engagierten Stadt Offenbach" sind eine Initiative, um das vielfältige bürgerschaftliche Engagement und die Aktivitäten der Engagierten Stadt in Offenbach sichtbar zu machen. Ziel ist es, die Aktionen und Projekte der Engagierten Stadt der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und so durch mehr Sichtbarkeit auf das Ehrenamt aufmerksam zu machen.

Unternehmen stellen dafür ihre Schaufenster zur Verfügung, was die starke Verankerung der Engagierten Stadt im lokalen Wirtschaftsleben zeigt. Über großflächige Beklebungen oder "Gucklöcher" in den Schaufenstern können Interessierte Informationen über aktuelle Engagement-Angebote und Aktionen erhalten oder per QR-Code direkt auf die Webseite der Engagierten Stadt gelangen. Die Unternehmen, die ihre Schaufenster zur Verfügung stellen, zeigen damit ihre Unterstützung und Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement in Offenbach.

Mit Herz und Hand – Beispiel für einen engagierten Handwerksbetrieb in Freiburg +
© Fredericke Pähler

In der Adventszeit können sich gemeinnützige Projekte bei dem Betrieb Kiefer – Maler und Stuckateur (Albert Kiefer GmbH) für eine kostenlose Unterstützung bei Renovierungsarbeiten bewerben. Der Handwerksbetrieb engagiert sich dabei mit seinen Kompetenzen und Können und setzt ein Zeichen für ein soziales Miteinander. 2024 hatten sich gleich 12 soziale Initiativen für dieses tolle Angebot im Gegenwert von 5000 Euro beworben. Ausgewählt wurde die Plasterstub´. Die Einrichtung der Caritas ist eine Anlaufstelle für obdachlose Menschen, die hier nicht nur ein kostenloses Frühstück bekommen, sondern auch umfassend unterstützt und beraten sowie medizinisch betreut werden.

Das Team des Malerbetriebes hat im Frühjahr diese Räume intensiv renoviert und so dazu beigetragen, dass die Räume jetzt wieder freundlich und einladend wirken. Begeistert sind nicht nur die Besucher*innen sondern alle Aktive in der Pflasterstub, von denen viele ehrenamtlich wirken. Zur Frage, warum sich das Unternehmen engagiert, antwortete Kevin Kiefer: „Ob Handwerksbetrieb oder Weltkonzern – Verantwortung übernehmen können alle. Es zählt nicht die Höhe der Mittel, sondern die Haltung und der Wille, sich einzubringen.“

Auch für die Mitarbeiter*innen des Betriebes war diese Arbeit eine besondere Erfahrung, die sich auf das Team sehr positiv ausgewirkt hat. Die nächste Ausschreibung der Aktion „mit Herz und Hand“ für die Vorweihnachtszeit 2025 ist schon in den Startlöchern.

Das Kaufhaus Galeria gibt dem Ehrenamt eine Bühne +
© Stadt Freiburg

Eine Stele im Kaufhaus „Galeria“ wirbt für das Ehrenamt in der Engagierten Stadt Freiburg. Jeden Monat wird die Stele im Schaufenster des Kaufhauses eine andere Möglichkeit des ehrenamtlichen Engagements bewerben – bis zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts; dann nutzt Galeria diese Fläche anderweitig. Nach der Weihnachtszeit kann die Stele voraussichtlich ins bewährte Schaufenster zurückkehren.

Bestückt wird die 2 Meter hohe Stele mit Informationen zu einem Angebot aus der digitalen Engagement-Plattform Mitmachbörse, das jeweils die Freiwilligenagentur monatlich aussucht und das von Galeria dann unentgeltlich dort ausgehängt wird. Zudem verweist ein QR-Code auf den Engagement-Wegweiser, einer umfassenden Informationsseite zum Thema Engagement, ganz spezifisch für Freiburg. Galeria bietet dem Freiburger Ehrenamt somit eine Plattform und sorgt für die Verbreitung der Informationen, gleichzeitig kann das Kaufhaus auf das eigene gesellschaftliche Engagement hinweisen – eine Win-Win-Situation für die Stadt und das Unternehmen.

Jugend baut Pavillon – lokale Unternehmen unterstützen das Projekt" +
© Stadt Osterholz Scharmbeck

Ein zentraler Wunsch des Jugendforums 2024 wird Realität: Mehr Aufenthaltsorte für Jugendliche in der engagierten Stadt Osterholz-Scharmbeck. Jugendliche aus vier weiterführenden Schulen engagieren sich und erhalten dabei tatkräftige Unterstützung von lokalen Unternehmen. In der Planungsphase entwickelten die Jugendlichen in enger Kooperation mit der Stadt eigene Entwürfe und bauten ein Modell. Der Malerbetrieb Freese, die Firma KLT Elektro und der Martinshof OHZ haben die Jugendlichen ebenfalls beim Bau des Pavillons unterstützt. Die Firma Schrage spendete außerdem Paletten für die Inneneinrichtung und eine lokale Bäckerei versorgte die fleißigen Arbeiterinnen und Arbeiter mit belegten Brötchen.

Jugend baut ist ein starkes Zeichen für Mitbestimmung, Eigeninitiative und Zusammenarbeit über Schul- und Sektorgrenzen hinweg. Es zeigt, wie aus einem Impuls ein konkreter Ort für Begegnung und Gemeinschaft entstehen kann – gestaltet von Jugendlichen für Jugendliche, mit der Unterstützung lokalen Unternehmensengagements.

Gemeinsam gestalteter offener Bürgertreff in Stendal +
Gemeinsam gestalteter offener Bürgertreff in Stendal
© Marion Zosel-Mohr

Die Engagierte Hansestadt Stendal hat einen „Offenen Bürgertreff“ mit Engagierten aus der Bürgerschaft, der Verwaltung und der regionalen Wirtschaft realisiert. Über 40 lokale Unternehmen, das Deutsche Rote Kreuz, die Initiative „Herz statt Hetze“, die Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. und viele weitere Akteure haben gemeinsam dieses Projekt auf die Beine gestellt und die Räumlichkeiten in der Innenstadt renoviert und hergerichtet. Der „Offene Bürgertreff“ bietet Raum für Beratungs- und Unterstützungsangebote, Kulturveranstaltungen, Hausaufgabenhilfen, Sprachkurse, Netzwerktreffen, Tauschbörsen und vieles mehr.

Finanziert wurde der Umbau des Bürgertreffs durch Spenden und Eigen- und Sachleistungen. Das Netzwerk der Engagierten Stadt Stendal hat hier einen Ort zur Stärkung der Demokratie und Teilhabe geschaffen, in der Menschen aller Altersgruppen sich austauschen und ihren Ort mitgestalten können.

Wie wichtig den Stendalern ihr Engagement für den Bürgertreff ist, macht der Betriebsleiter eines Elektrohandwerksbetriebs deutlich. Auf die Frage, warum er sich aktiv in der engagierten Stadt einbringt, antwortete er: „Na irgendwas muss doch hier passieren!“