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Offensive Mittelstand und Industrie 4.0

Welf Schröter: „Mittelstand und Handwerk benötigen angepasste vertrauenswürdige Lösungen.“

„Das Thema Industrie 4.0 wird ein zentrales Thema der Offensive Mittelstand in den nächsten Jahren sein“, erklärte Oleg Cernavin, stellvertretender Vorsitzender der nationalen Initiative. Cernavin auf dem Hauptstadtkongress am 26. Juni 2014 im Meistersaal des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin weiter: „Nachdem die Arbeitswelt in den in den 80iger und 90iger Jahren die Computerrevolution bewältigen musste und in den letzten zehn Jahren der demografische Wandel im Zentrum der Offensive Mittelstand stand, wird es in den nächsten Jahren die Bewältigung der Industrie 4.0 sein.“

Oleg Cernavin, stellvertretender Vorsitzender der Offensive Mittelstand: „Die Offensive wird das Thema Industrie 4.0 aktiv aufgreifen.“

Cernavin kündigte an, dass die Offensive Mittelstand diverse Projekte zu diesem Thema starten wird, damit auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen Hilfen an die Hand bekommen, die anstehenden Entwicklungen als Chancen für ihre Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen. Die Offensive Mittelstand beteiligt sich damit am Dialogprozess "Arbeiten 4.0", der sich mit den Chancen und Herausforderungen zukunftsfähiger Arbeitskultur befasst (mehr Infos unter: www.arbeitenviernull.de) und der im April 2015 von Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles initiiert wurde.

Welf Schröter, Leiter des Forums Soziale Technikgestaltung informiert über die Entwicklungen der Industrie 4.0

Zuvor hatte Welf Schröter, Leiter des Forums Soziale Technikgestaltung, in seinem Vortrag Thesen zur Bewältigung der Industrie 4.0 Entwicklungen für kleine und mittelständische Unternehmen vorgetragen. Schröter erklärte wie auf der Basis der Digitalisierung der Srbeitswelt die Virtualisierung der Geschäfts-und Arbeitswelten erfolgt. Die Folgen der Virtualisierung sind unter anderem qualitativ veränderte Anforderungen an Anwenderinnen und Anwender. Schröter: „Die Virtualisierung zieht weniger Durchschaubarkeit und verstärkte Undurchschaubarkeit nach sich. Die Abstraktion im beruflichen Alltag wächst erheblich.“

Mittelstand und Handwerk werden sich, so Schröter, dieser Technologien nicht entziehen können. Sie benötigen aber angepasste vertrauenswürdige Lösungen.

Abstraktion und Komplexität wird durch die beginnende Umsetzung einer neuen Stufe des „Internets der Dinge“ erreicht. Der Chip im Gegenstand (CPSCyber-Physical System) verknüpft die Dinge mit dem Netz. „Diese Entwicklung macht vor kleinen Betrieben kein Halt,“ so Schröter. „Ein große Herausforderung kommt zukünftig auf Mittelstand und Handwerk mit dem Konzept „Industrie 4.0“ zu. Mittelstand und Handwerk werden Bestandteile von „klugen“ Vernetzungen und „klugen“ neuen wirtschaftlichen Organisationsmodellen sein müssen, um an veränderten Wertschöpfungsprozessen teilhaben zu können.“

Doch Schröter wies auch darauf hin, dass Abstraktionen und Komplexitäten weder Urgewalten noch Naturereignisse seien. Schröter: „Von Menschen gemacht können sie auch von Menschen erklärt werden. Gerade Menschen aus Kleinbetrieben und Handwerk benötigen Ermutigung, um sich den Zugang zum Verständnis zuzutrauen. Es geht um die Stärkung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls.“

Die Geschäfts-und Arbeitsabläufe in Mittelstand und Handwerk werden, so Schröter, zukünftig durch technische Vernetzungen angetrieben noch mehr und deutlich verstärkt durch die Fähigkeit zur Kooperation und Kollaboration geprägt sein müssen. „Große Netzwerke wie die INQA-Netzwerke „Offensive Gutes Bauen“ und „Offensive Mittelstand“ sind geeignet,“ so Schröter“ „über ihre Beratungs-und Transferangebote die Herausforderungen der wachsenden Abstraktion und der neuen Komplexität zu schultern


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