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Die Chancen des demografischen Wandels ergreifen

- Regionalforum in der Lipperlandhalle stellt erfolgreiche Strategien gegen Fachkräftemangel vor -

Landrat Friedel Heuwinkel und Prof. Dr. Rainer Schlegel vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellten gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Region vor rund 100 Teilnehmern Unterstützungsangebote für Unternehmen und Mitarbeiter zur Bewältigung des demografischen Wandels vor.

Lemgo, 09. Juli 2013
„Die Region Ostwestfalen-Lippe ist gut auf den demografischen Wandel vorbereitet. Es existieren bereits zahlreiche Unterstützungsangebote für unsere Unternehmen und ihre Mitarbeiter, die allerdings noch besser genutzt werden müssen. Die bessere Bewerbung und Koordination dieser Unterstützungsangebote wird auch künftig eine Schwerpunktaufgabe der regionalen Wirtschaftsförderung bleiben“, fasste Landrat Friedel Heuwinkel die Situation im Kreis Lippe zusammen. Prof. Dr Rainer Schlegel hatte mit weiteren regionalen Partnern der Initiative Neue Qualität der Arbeit zuvor die verschieden Praxishilfen und Unterstützungsangebote der Initiative vorgestellt. “Gerade die vielen kleinen, familiengeführten Unternehmen in der Region können den bewährten INQA-Unternehmenscheck ‚Guter Mittelstand‘ nutzen, um systematisch Arbeitsbedingungen, Qualifikation und Motivation ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern. Attraktive Arbeitsbedingungen und ein guter Ruf als Arbeitgeber sind scharfe Waffen gegen den Fachkräftemangel“ so Schlegel. Wie Landrat Heuwinkel bedankte sich auch Schlegel für das langjährige Engagement der vielen regionalen Partner für die Initiative: „Was die Zusammenarbeit von Unternehmen, Kammern und Verbänden, Sozialversicherungsträgern, Hochschulen und regionaler Wirtschaftsförderung im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit angeht, ist der Kreis Lippe geradezu eine Musterregion“ Friedel Heuwinkel unterstrich diesen Anspruch in seinem Schlussworten, in denen er sich für die Ausrichtung eines Wettbewerbes „Beste Arbeitgeber in Ostwestfalen-Lippe“ einsetzte.

(Foto: Anne Helpup)

Konferenz richtete sich an Unternehmen und Wirtschaftsförderer

Eingeladen waren Betriebe, um sich über betriebliche Unterstützungsangebote - Selbstchecks, Netzwerke und Förderprogramme für die Region OWL zu informieren und weitere Handlungsbedarfe zur Bewältigung des demografischen Wandels zu diskutieren. Peter Kögel, Leiter Personal der Unternehmensgruppe Kögel machte deutlich, dass die Baubranche den demografischen Wandel schon voll erreicht hat: „Um das Erfahrungswissen der ausscheidenden Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, bilden wir bewusst altersgemischte Gruppen, damit unsere jungen Kollegen vom Wissen der älteren profitieren können. Die älteren Kollegen erfahren dadurch nicht nur mehr Anerkennung und Wertschätzung- auch sie können vom Wissen der jüngeren- gerade was die Nutzung neuer Medien betrifft- noch dazu lernen.“

Um die Wirtschaftskraft in einer Region sicherzustellen und damit letztlich den Standort zu sichern, sieht Günter Weigel, Leiter Lipp Wirtschaft künftig verstärkt auch Wirtschaftsförderer in der Pflicht: „Mittelständische Unternehmen benötigen vermehrt Unterstützung und passgenaue Lösungen demografischer Fragestellungen – diesem Themenfeld dürfen sich Wirtschaftsförderer nicht entziehen!

Einen Überblick über die Vielfalt der vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten gab Uwe Gotzeina von der Regionalagentur OWL: er verwies insbesondere auf die Beratungsförderungsprogramme Potenzialberatung und „unternehmensWert:Mensch“, die auch zur Verbesserung der Arbeits- und Organisationsgestaltung genutzt werden können.

Der mehrfach als „Bester Arbeitgeber Deutschlands“ ausgezeichnete Unternehmer Uwe Rotermund aus Münster betonte in seinem Vortrag, dass regionale Arbeitgeberwettbewerbe eine wertvolle Unterstützung für mittelständische Unternehmen darstellen können und lieferte damit die Steilvorlage für die Initiative von Landrat Friedel Heuwinkel. Regionale Arbeitgeberwettbewerbe stellten nicht nur Spitzenunternehmen heraus, sie zeigten allen teilnehmenden Firmen auch sehr anschaulich auf, an welchen Stellen sich das Unternehmen konkret verbessern könne. Sie hätten damit auch einen unmittelbaren Nutzen für die Region selbst, in dem sie die Vielfalt attraktiver Unternehmen sichtbar machen und so gerade in ländlichen Gebieten der Abwanderung in vermeintlich attraktivere Ballungszentren entgegen wirken.

(Foto: Anne Helpup)

Zuschlag für Konferenz Zeichen der bundesweiten Anerkennung für die Aktivitäten in OWL

Der Kreis Lippe ist bereits seit 2003 Partner der Initiative Neue Qualität der Arbeit „Die Region OWL hat sich bereits sehr früh für die Initiative eingesetzt und hat dadurch letztlich einen hohen Bekanntheitsgrad bei mittelständischen Unternehmen erzielt. Viele Best-Practise-Beispiele entstammen der Region – deshalb auch die Ausrichtung einer solchen Konferenz hier in OWL“, so Prof. Dr. Schlegel.

Dr. Annette Icks vom Leitungskreis der Offensive Mittelstand- einem bundesweit aufgestellten Netzwerk der Initiative Neue Qualität der Arbeit- konnte dies nur unterstreichen: „Die Region OWL hat sich zu einem festen Standbein der Offensive Mittelstand entwickelt – die Netzwerkaktivitäten und Zusammenarbeit aller regionalen Partner sind sehr ausgeprägt“.

Fachkräftemangel in der Region gemeinsam angehen

Prof. Dr. Volker Wittberg, Hochschullehrer an der Fachhochschule des Mittelstands verwies in diesem Zusammenhang auf die Erfolgsfaktoren bei der Lösung des Fachkräftemangels: „Entscheidend ist es, dass alle relevanten Akteure in einer Region zusammen das Problem angehen – der Kreis Lippe hat diesbezüglich Vorbildcharakter.“ Sein Kollege Prof. Dr. Oliver Kruse vom regionalen Netzwerk der Offensive Mittelstand in OWL verwies in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichen Akteure im Netzwerk: „Obgleich wir auf regionaler Ebene bereits auf 25 Partner unterschiedlicher Herkunft verweisen können, sind wir jederzeit offen für weitere Akteure!“

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit ist im Jahr 2002 als gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Sozialversicherungsträgern, Gewerkschaften, Stiftungen und Arbeitgebern gestartet. Ihr Ziel: mehr Arbeitsqualität als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft am Standort Deutschland. Dazu bietet die Initiative inspirierende Beispiele aus der betrieblichen Praxis, Austauschmöglichkeiten, Beratungs- und Informationsangebote sowie Förderprogramme.

Dokumentation der Veranstaltung (Vorträge)

Weitere Informationen unter www.inqa.de und www.inqa-unternehmenscheck.de. „Offensive Mittelstand – Gut für Deutschland“ | www.offensive-mittelstand.de


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